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Das christliche Verständnis von Heilung

Im Deutschen Institut für Ärztliche Mission (DIFÄM) in Tübingen fand 1964 eine Konsultation statt zur Frage des christlichen Heilungsauftrages. Diese Konsultation wurde auf Initiative der Abteilung für Weltmission und Evangelisation des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) und der Kommission für Weltmission des Lutherischen Weltbundes einberufen, um zu erklären, ob der christlich-medizinische Dienst sich unterscheide von der Arbeit säkularer Hilfsorganisationen.

Auszüge aus den
Thesen der Tübinger Konsultation 1964

Das christliche Verständnis vom heilenden Dienst


1. Die christliche Kirche hat eine besondere Aufgabe auf dem Gebiet des Heilens
Das bedeutet, dass Einsichten in das Wesen von Heilung gegeben sind, die nur in Verbindung mit dem Glauben an Christus zu gewinnen sind. Die Kirche kann sich ihrer Verantwortung auf dem Gebiet des Heilens nicht entledigen, indem sie diese anderen Organisationen überträgt.

2. Die Besonderheit christlichen Verständnisses von Gesundheit (volle Gesundheit im Sinne von Heil) und Heilung ist damit gegeben, dass Heil und Heilung nach christlichem Glauben in Gottes Plan für die Erlösung der Menschheit eingeordnet sind.
Christliches Verständnis von Heilung leitet sich in erster Linie davon ab, was Heilen im Wirken Jesu bedeutete. Dort war es Zeichen des Einbruchs der Kräfte des Reiches Gottes und der Entthronung der Kräfte des Bösen. Die daraus geschehene Heilung war nichts Statisches, kein wiederhergestelltes Gleichgewicht, sondern eine durch Jesus vollzogene Hineinnahme in die siegreiche Auseinandersetzung des Reiches Gottes mit den Kräften des Bösen.

3. Das christliche heilende Handeln ist primär der Gemeinde als ganzer aufgetragen und nur damit auch denen, die besonders dafür ausgebildet sind.
Wenn Heilung in diesem Sinn verstanden wird, wird deutlich, dass die ganze Gemeinde daran beteiligt ist. Die Gemeinde wirkt heilend, indem sie betet, indem sie jeden einzelnen mit Liebe umfängt, indem sie durch praktische Taten aufzeigt, dass sie sich um jeden Menschen bemüht, und indem sie Möglichkeiten der Teilhabe an der Sendung Christi schafft.

Die Aufgabe der Gemeinde im heilenden Dienst
1. In der Schrift sind Krankheit und Heilung unmissverständlich gemeinsame Lebenserfahrung.
2. Alle Heilung geschieht von Gott.
Das geschieht, ganz gleich, ob Heilung nach Naturgesetzen, von denen wir einige kennen, abläuft oder nicht, ob durch medizinische Mittel oder durch so genannte Glaubensheilung. Das gilt in dem umfassenden Sinne, dass alles, was durch die moderne Medizin erreicht wurde, letzten Endes als Zeichen der heilenden Macht Gottes verstanden werden muss. Darum nehmen wir die moderne Medizin als Gabe Gottes an und gebrauchen die geistlichen wie die wissenschaftlichen Mittel mit der gleichen Dankbarkeit.

>>entnommen aus: "Die vernachlässigten Dimensionen - Auseinandersetzungen mit Gesundheit und Heilung im ökumenischen Prozess", Studienheft zum Theme Gesundheit und Heilung, herausgegeben vom
Deutschen Institut für Ärztliche Mission.
Paul-Lechler-Str. 24, 72076 Tübingen